Vitamin B12, auch Cobalamin genannt, ist essenziell für die Zellteilung, die Blutbildung und die Funktion des Nervensystems. Da der menschliche Organismus den Nährstoff nicht selbst produzieren kann, muss es über die Nahrung aufgenommen werden.

Vitamin B12Besonders reich an Vitamin B12 sind tierische Nahrungsmittel, wie beispielsweise Fisch, Milch, Käse, Fleisch und Eier. Daher sollten insbesondere Vegetarier und Veganer darauf achten, dass eine ausreichende Zufuhr sichergestellt wird. Stillende Mütter, die sich vegan oder vegetarisch ernähren sollten darauf achten, dass die Versorgung der Kinder mit Vitamin B12 ausreichend ist, denn ein Cobalamin-Mangel bei Kindern kann zu Entwicklungsverzögerungen führen.

Allgemeines zum Vitamin B12

Da der menschliche Organismus in der Lage ist, Vitamin B12 zu speichern, kommt eine zu geringe Cobalamin-Aufnahme meist erst nach Jahren zu Tage. Ein ernstzunehmender Vitamin B12 Mangel tritt oftmals in Form einer Blutarmut, auch Anämie genannt, auf. Entsprechend des Alters und des Geschlechts gelten unterschiedliche Normalwerte für den B12-Gehalt im Blut. Der durchschnittliche Referezbereich bei Erwachsenen liegt bei 200 bis 1000 mg/l.

Der B12-Wert im Blut sinkt, wenn geringere Mengen Cobalamin aus der Nahrung aufgenommen werden, als vom Körper verbraucht werden. Bei einseitiger Ernährung gelangt zu wenig des Vitamins in den Darm. Bei ausgewogener Kost und vegetarischer Ernährung wird der Vitamin B12-Gehalt durch die Aufnahme von Milchprodukten und Eiern, sowie durch fermentierte Sojaprodukte oder durch bestimmte Algenprodukte gedeckt.

Ursachen der B12 Mangelerscheinung

Durch chronische Magen-Darm-Leiden wie zum Beispiel Morbus Crohn, durch eine chronischen Gastritis oder auf Grund von Autoimmunerkrankungen des Magens kann das Vitamin nicht mehr über die Nahrung aufgenommen werden. In diesen Fällen sind die Patienten darauf angewiesen, den lebenswichtigen Nährstoff intravenös verabreicht zu bekommen. Ebenfalls gefährdet für einen Cobalamin-Mangel sind alkoholkranke Personen, die das Vitamin meist schlechter über den Darm aufnehmen können.

Betroffen von Mangelerscheinungen sein können zudem auch Personen, die unter einer Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse leiden. In besonders seltenen Fällen sind Bandwürmer die Ursache für eine Cobalamin-Unterversorgung.

Bestimmte Medikamentenformen können die Aufnahme von Vitamin B12 ebenfalls behindern. Dies gilt insbesondere für Medikamente, die gegen Sodbrennen eingenommen werden. Seltene, erbliche Defekte können ebenfalls die Ursache dafür sein, dass der Körper keine ausreichende Menge an Vitamin B12 aus Nahrung beziehen kann. Die B12 Mangel Symptome in diesem Fall sind bei Kindern Verzögerungen in der Entwicklung. Die Patienten sind dann darauf angewiesen, die Vitamine intravenös zugeführt zu bekommen, um den Mangel auszugleichen und den Organismus mit dem wichtigen Nährstoff zu versorgen.

Vitaminmangel durch einseitige Ernährung und Stress

In den meisten Fällen jedoch ist eine einseitige Ernährung für einen Cobalamin Mangel verantwortlich. Mangelerscheinungen können in den meisten Fällen innerhalb kurzer Zeit in Form von Kapseln, Tabletten, Ampullen oder intravenös therapiert werden. Die Gründe eines Mangels des lebenswichtigen Vitamins können vielfältig sein. Bevor ein Präparat eingenommen wird, muss dies in jedem Fall von einem Arzt abgeklärt werden. Nur ein Arzt ist in der Lage, eine klare Diagnose zu stellen und die Mangelerscheinungen und Symptome fachgemäß zu therapieren.

Da die Mangelerscheinungen auch auf ernstzunehmende Krankheiten zurückzuführen sind, sollte im Verdachtsfall stets ein Arzt aufgesucht werden, der eine professionelle Diagnose erstellen kann. Um feststellen zu können, ob ein Patient an einem Mangel des Nährstoffes leidet, wird eine Blutuntersuchung durchgeführt. Anhand des Ergebnisses kann der Mediziner schnell feststellen, ob die Symptome tatsächlich auf einen B12 Mangel zurückzuführen sind. Häufig treten Mangelerscheinungen bei veganer Ernährung auf, da das B12 Vorkommen in Lebensmitteln die nicht tierisch sind eher gering ist.

Vitamin B12 Mangel – Richtige Diagnose

Auf Grund der Diagnose kann der Mangel dann effektiv behandelt werden. Die Symptome können recht unauffällig ausfallen. Ständige Müdigkeit, Blutarmut, Depressionen, Schlaflosigkeit, Zungenbrennen und Entwicklungsverzögerungen bei Kindern sind nur einige der zahlreichen Symptome. Fehlt dem Körper der wichtige Nährstoff, können unter anderem auch neurologische Veränderungen, wie Gangunsicherheit, Lähmungen, Gefühlsstörungen und psychiatrische Problemen auftreten.
Insbesondere wirkt der Nährstoff bei allen Stoffwechselvorgängen mit, welche mit der Zellteilung und somit auch mit dem Wachstum einhergehen. Sehr schwere Mangelerscheinungen werden auch als pernizöse Anämie bezeichnet. Der Körper ist in der Lage, den Nährstoff bis zu fünf Jahre lang im Körper zu speichern.

Informationen zum Tagesbedarf

Cobalamin zählt zu den Vitaminen, welche nur von Mikroorganismen (Darmbakterien) gebildet werden können. Der durchschnittliche Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt durchschnittlich bei etwa 3 Mikrogramm. In der Schwangerschaft und Stillzeit besteht ein erhöhter Bedarf. Die Einnahme von entsprechenden Präparaten sollte stets mit einer ausgewogenen Ernährung und genügend Bewegung einhergehen.

Abschliessend lässt sich sagen, dass Vitamin B12 zu den wichtigsten Vitaminen zählt und man es am besten supplementieren sollte um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Links und Verweise zum Thema:

http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Vitamin_B12_Mangel

http://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine